"Die Krisen des Saarlandes sind sein Geschäft" - Saarbrücker Zeitung (#76)

Shownotes

„Die Krisen des Saarlands sind sein Geschäft.“ – so titelt die Saarbrücker Zeitung. Ein Satz, der nach Kontrolle klingt. Nach Einfluss. Nach jemandem, der gerufen wird, wenn es brennt. Aber was steckt wirklich dahinter? In dieser Folge spreche ich nicht über das Bild nach außen, sondern über das, was dahinter passiert: Wie Krisen entstehen. Warum sie eskalieren. Und weshalb die meisten von ihnen vermeidbar gewesen wären.

Diese Folge ist für Dich, wenn Du Verantwortung trägst. Wenn Du Entscheidungen treffen musst, die nicht delegierbar sind. Und wenn Du verstanden hast, dass der Umgang mit der Krise über alles entscheidet – nicht die Krise selbst.

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00:00:04: Redest du noch oder wirkst Du schon?

00:00:07: Ich bin Torsten, Krisenmanager, Kommunikationsexperte und Störenfried für weichgespülte Wurthöse.

00:00:14: Kommunikation macht Einfluss – ist der Podcast für alle die nicht länger drum rumreden möchten!

00:00:21: Klartext statt Smalltalk Willkommen statt Show und Blabla Los geht's.

00:00:32: Die Krisen des Saarlandes sind sein Geschäft.

00:00:36: Titelt dieser Brücker Zeitung am Montag, den vierten Mai zwanzig sechsundzwanzig und meint mich.

00:00:47: Ich fühle mich natürlich sehr geehrt dass meine Heimatzeitung die Sz in der Ausgabe vom Montag mir eine ganze Seite widmet.

00:00:59: das ist schon etwas Besonderes.

00:01:02: es in das Platt geschafft zu haben ist das Eine.

00:01:06: Aber dann auch noch in dieser Dimension und mit dieser Intensität, das berührt mich muss ich offen sagen schon sehr.

00:01:16: Die SC schreibt wenn es brennt, dann bietet der frühere Regierungssprecher Thorsten Klein Prominenten aus Wirtschaft und Politik seine Hilfe an.

00:01:27: dabei ist er selbst oft gescheitert und nennt das eine Anführungszeichen Investition.

00:01:33: Wer ist dieser Mann?

00:01:36: So beginnt der Einstieg in den Text, wo ich finde sehr gut meine Vita beschreibt und der sehr gut wiedergibt, in welch einer Situation ich heute bin.

00:01:56: Und ein Selfmade Millionär hat mir mal mitgegeben dass das Leben in Dekaden besteht zwischen zwanzig Und dreißig.

00:02:08: dort findet man sich selbst, sowohl menschlich wie auch beruflich zwischen dreizig und vierzig.

00:02:16: Dort fasst man dann im Beruf richtig Fuß und wird besser.

00:02:22: Man wird gefestigt zwischen vierzig und fünfzig bringt man alles zusammen was man bisher in seinem Leben erlebt hat nämlich Netzwerk Kompetenzen, Kapazitäten und kann dann noch mal einen Gang höher schalten.

00:02:40: In genau dieser Dekade befinde ich mich mit meinen sixundvierzig Jahren und dass die ESZ mich als Hidden Hero beschreibt das finde ich unbemerkenswert nämlich als einen Mann den die Masse der Bürger nicht kennt dafür aber die Entscheider für Alle Saar-Krisenfälle seien es die Insolvenzen der Bruchbrauerei, das Finanzdesaster des Landes Sportverbandes.

00:03:12: Die personelle Neuformierung des ersten FCser-Brücken.

00:03:15: Das S-Volt debageln oder auch der Ärger mit der deutschen

00:03:20: Glasfaser.".

00:03:22: Ja!

00:03:23: Das ist richtig in diesen Themen stecke ich drin und mit all diesen Themen hatte ich zu tun.

00:03:31: Wie kam es dazu?

00:03:34: Ich habe sehr viele Nachrichten bekommen von Menschen, die mich kennen.

00:03:39: Arme auch von Menschen die mich nicht kennen.

00:03:42: und ja die wenigsten wissen ja dann in der Tat wo kommt das alles denn so her?

00:03:48: deswegen lappere ich jetzt einfach mal los.

00:03:51: also wo kommt dass denn her dass die Krisen des Saarlandes mein Geschäft sind?

00:03:57: Das rührt insbesondere daher, dass ich als Sportjournalist ja schon immer Querschnittsaufgaben hatte.

00:04:05: Wenn ich mich mit einem Fußballverein auseinandergesetzt habe – ich erinnere mich noch ganz gut an einen Chefredakteur der Rheinpfalz, der meinte mal Herr Klein das liest sicher alles toll in ihrer Wiethaber können Sie doch was anderes als Sport-Journalismus?

00:04:19: Naja, der hat halt verkannt, dass im Sportjournallismus hier alle möglichen Themen zusammenkommen!

00:04:26: Bei einem Fußballverein, den man begleitet als Sportjournalist geht es um Sportmedizin.

00:04:32: Um Sportpsychologie dort geht's um Wirtschaft.

00:04:36: Dort gehts um Soziologie also wie die Fans miteinander.

00:04:39: Dort gibt es so vieles weil ein Stadion immer der Querschnitt der Gesellschaft ist und deswegen musste ich mich schon sehr früh mit der Breite auseinander setzen also mit dem Querschnitt Mit den Querschnittsthemen, mit Themen die alles zusammenbinden.

00:04:59: Das wurde noch mehr zu meiner Zeit als Regierungssprecher in der Staatskanzlei des Saarlandes.

00:05:06: Dort war ich dann gute sieben Jahre im Amt und zwar in den drei Kabinetten der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer Und ich habe als Regierungensprecher Ja, jeden Tag.

00:05:22: Gründe nichts anderes machen dürfen als das Ungeheuer von Loch Ness immer wieder zu versenken.

00:05:29: Das UngeHeuer von Lochness ist nämlich immer wieder aufgebloppt und irgendwo hat jemand versucht einen Skandal herbeizureden, herbeizuschreien.

00:05:40: Amtszeit insgesamt vier Untersuchungsausschüsse mitgemacht im saarländischen Landtag, da die Opposition versucht hat.

00:05:48: Die Ministerpräsidentin zu stürzen ist ja nicht gelungen wie bekannt.

00:05:54: das hängt natürlich auch damit zusammen dass die Kommunikation funktioniert hat.

00:05:59: aber damit die kommunikation funktioniert muss auch das operative Geschäft funktionieren.

00:06:04: oder anders formuliert ausscheiße kann man kein gold machen Wenn gleich, die Ministerpräsidentin damals schon den Spruch geprägt hat und den habe ich auch sehr verinnerlicht nämlich.

00:06:16: Annegret Kramp-Karrenbauer hat immer gesagt, erfolgreiche Politik ist zu neunundneunzig Prozent erfolgreiche Kommunikation.

00:06:24: Damit meint sie nicht nur nach außen sondern insbesondere auch nach innen hinter den Kulissen!

00:06:29: Was kann ich denn alles tun bevor etwas passiert?

00:06:34: Dieses Thema verfolgt mich seit der Zeit lebens.

00:06:38: Ich sehe zu, dass ich hinter den Kulissen größt möglich alle Mehrheiten so organisiere, dass sich alle auf eine Linie bringe damit gewisse Themen erst gar nicht hochkochen.

00:06:53: Das große Glück gehabt in meinem Leben das ich als Regierungssprecher ja den ums mit Dirk Metz ehemaliger Regierungssprechern Hessen, um es mit Dirk zu sagen.

00:07:07: Der Regierungssprecher ist der geilste Job den ein Ministerpräsidenten zu vergeben hat?

00:07:12: Ja!

00:07:13: Das sehe ich auch so weil er die Schaltstelle zwischen allem was in der Staatskanzlei im Regierungsapparat passiert und nach draußen und das bedeutet dass man beide Perspektiven kennen lernt.

00:07:30: Mein Job als Regierungssprechern war es immer mehr hinter der Kamera zu stehen als davor.

00:07:37: Es gibt in Deutschland Regierungsprecher, die sind gerne täglich vor der Kamera – ich habe meinen Job anders verstanden und hab den eher hinter der Kamera gesehen.

00:07:49: Und hinter der kamera habe ich zugesehen das alles so läuft dass es erst gar nicht dramatisch wird.

00:07:57: Krisenkommunikation gilt als die Königsdisziplin In der Kommunikation Und ich habe den Eindruck, dass das heute dringender denn je gebraucht wird.

00:08:11: Ich hab' den Eindruck', dass durch die Welt so wie sie sich gerade entwickelt Krisensituationen immer stärker zunehmen.

00:08:22: damit meine ich sowohl Krisens Situation für Unternehmen als auch die persönlichen.

00:08:29: Ich glaube und bin überzeugt davon, da gibt es einen Zusammenhang.

00:08:35: Ich sehe auch das Probleme gerne eskalieren Und ich sehe auch dass das niemand offen aussprechen will.

00:08:49: Es ist ja in der Natur der Sache Dass ich als Krisenkommunikator keine zehn Unternehmen finde die als testimonial sich hergeben wollen.

00:09:00: Weil wer gibt schon freiwillig zu, welch eine Krise er hatte?

00:09:05: Was intern passiert ist was wirklich intern passiert isst und was ein Unternehmen daraus gelernt hat und wie es sich dann weiterentwickelt hat.

00:09:14: das ist in der Tat nicht ganz so trivial Und ich kann an dieser stelle auch jeden Unternehmer verstehen der sagt Thorsten lasgut sein aber testimonial für krise bin ich leider.

00:09:30: Das mag jeder für sich entscheiden.

00:09:33: Ich würde das auch genauso beibehalten, denn eines habe ich in der Zeit auch gelernt – nichts geht über Diskretion!

00:09:42: Deshalb habe ich auch in dem Gespräch mit den Kollegen der Saarbrücker-Zeitung nur teilweise angerissen womit ich jeden Tag zu tun habe Und ich habe dort nicht die ganzen Details natürlich Kunst getan, die ich über diverse Unternehmen und Branchen weiß.

00:10:12: Das hat auch damit zu tun dass die höchste Währung, die es in einer Krise gibt das Vertrauen ist.

00:10:25: es zet durchaus gut auf den Punkt, nämlich irgendwo dieses menschliche zu kombinieren mit dem beruflichen.

00:10:36: Ja so sehe ich das auch!

00:10:39: Ich finde dass das der Schlüssel ist und ich bin auch hier geprägt von der Zeit in der Staatskanzlei auch geprägt von der Ministerpräsidentin Ram Karrenbauer die nämlich für meine Begriffe eine unglaublich ein unglaubes geschick hatte auf Menschen zuzugehen, Menschen zuzuhören.

00:11:00: Zu verstehen was sie drückt um dann zu gucken wie sie eine lösung anbieten kann.

00:11:08: und alles das ist bei der SZ zusammengefasst mit Der Geschäftsmann klein präsentiert sich als der private Thorsten und umgekehrt.

00:11:22: ja vielen dank Liebe Kolleginnen, die den Text geschrieben hat.

00:11:27: Das trifft es wunderbar!

00:11:31: Ich habe in der Zeit als Regierungssprecher jeden Tag Krisen managen dürfen.

00:11:37: Manche haben nie das Licht der Welt erblickt.

00:11:41: dann hatte ich einen guten Job gemacht.

00:11:44: Manch waren schon öffentlich bevor sie uns erreicht hatten.

00:11:47: da hätte ich mir gewünscht sie früher zu entdecken.

00:11:51: und manche waren nicht zu verhindern.

00:11:53: Und dann ist alles entscheidend.

00:11:55: nur, wie geht man mit der Krise um.

00:11:59: Denn auch das rät ein Krisenkommunikator immer.

00:12:06: Der Umgang mit der krise ist entscheidende nicht die Krise selbst!

00:12:11: Ich habe in der Zeit als Krisenkommunikator – ich bin jetzt seit sieben Jahren in der Selbstständigkeit.

00:12:20: Ich habe gelernt, dass niemand so wirklich offen über gewisse Themen spricht.

00:12:28: Umso mehr ist es für mich in Antrieb zu sagen ja natürlich zählt zu meiner Vita auch dazu die ein oder andere Bruchlandung hingelegt zu haben und Bruch Landung ist hier ganz bewusst doppeldeutig gewählt denn es gibt unser Brücken eine Brauerei Das älteste Familienunternehmen im Saarland, die Brauerei Bruch aus Sibtzehnhundertzwei.

00:12:55: Die habe ich mit einem Hauptinvestor aus der zweiten Insolvenz herausgeführt.

00:13:00: Leider ist es uns nicht gelungen diese Brauerei wieder so am Markt zu positionieren dass sie dauerhaft leben kann.

00:13:09: Sie gehen dann in die dritte Insolvent und Ich bin gefragt worden Inwiefern denn dies für mich selbst eine Niederlage gewesen sei.

00:13:22: Ich habe da offen geantwortet mit, ich sehe das nicht als Niederlager.

00:13:26: natürlich Schmerz dass wenn plötzlich das privat angelegte Geld weg ist und ich eine Totalverlust hingelegt habe und was es mir ändert hat dreimal passiert in den vergangenen beiden Jahren auf der anderen Seite Ist das eine Investition in mich selbst?

00:13:43: Eine solche Fortbildung hätte ich mir nie gönnen können und solche Fachbücher oder Ratgeber gibt es auch gar nicht, die dich davor bewahren.

00:13:54: Vielmehr habe ich das alles selbst durchlebt und weiß dass es notwendig ist über gewisse Themen zu sprechen denn dann wenn du mal offensiv ausgesprochen hast inwiefern dich gerade ein Thema drückt, dann findest du mindestens einen dem es genauso geht und schon hast Du einen Verbündeten mehr.

00:14:18: Das ist der Grund warum ich mich entschieden habe den Weg so einzuschlagen wie ich ihn gegangen bin also mit allen Erkenntnissen aus der Zeit als Journalist, aus der zeit als Regierungssprecher als Medien- und Kommunikationswissenschaftler promoviert, habe ich mir überlegt wie schaffe ich denn Räume damit Unternehmer, damit Prominente aus Wirtschaft und Politik um es mit der SZ zu sagen.

00:14:54: Damit sie ihren Raum haben können indem die Gespräche stattfinden können die sonst nicht stattfinden.

00:15:04: Dies war mein Antrieb.

00:15:06: Ich habe nicht aus Büchern gelernt, sondern ich hab bezahlt und ich finde es braucht heute genau diese Räume in denen Gespräche möglich sind die man sonst nicht führt.

00:15:23: Deshalb gibt es nunmehr im vierten Jahr New Waves Saar mein Executives Summit auf der Frosina auf dem Personenschiff hier in Saarbrücken.

00:15:35: Das war für mich so mit der größte Antrieb zu sagen, wir bauen dort einen Raum.

00:15:41: Wir schaffen dort eine Plattform auf der sich Menschen austauschen können über Themen die sonst nirgends stattfinden und gerne auch über Krisen.

00:15:52: gerade in diesen Zeiten in denen Unternehmen nicht mehr bereit sind großartig zu investieren wie auch Mit welch einer Glaubwürdigkeit oder mit welchem Vertrauen sollte man denn in den Standort Deutschland reinvestieren?

00:16:08: Gerade in diesen Zeiten, in denen wir alle uns zurückhalten.

00:16:13: In denen wir alles zusehen dass die Liquidität trotzdem in den Unternehmen noch funktioniert was schwierig genug ist.

00:16:22: Gerade in diesen Zeiten braucht es diesen Austausch, damit wir alle merken Wir sind mit diesen Themen nicht alleine.

00:16:31: Es gibt da draußen genügend andere denen es genauso geht nur die treffen sich nicht!

00:16:39: Es gibt für sie keine Plattform und keinen Raum.

00:16:44: den habe ich gebaut.

00:16:46: das ist der Antrieb New Waves Saar auch dieses Jahr nochmal aufs Schiff zu bringen, nämlich am neunten und am zehnten Juni hier in Saarbrücken.

00:16:58: Das ist für mich so der erste Anstoß.

00:17:02: ich will aber noch einen Schritt weitergehen.

00:17:05: also das eine ist wenn du wissen willst wie sich echte Gespräche anfühlen dann kommt zu New Waves Saar aufs schiff.

00:17:18: Darüber hinaus, finde ich, braucht es noch etwas mehr.

00:17:22: Es braucht mehr Nachhaltigkeit, es braucht mehr Verbindlichkeit.

00:17:26: und diese Nachhaltigkeit und diese Verbindlichkeit, die schaffe ich mit meinem Impact-Liedersclub nämlich dort wo du die besten Entscheidungen nicht alleine treffen musst sondern dort wo Du Unternehmer hast denen es genauso geht die dir aus ihrer eigenen Erfahrung berichten können und von denen du lernen kannst ohne teures Lehrgeld zu bezahlen, so wie ich das auch getan habe.

00:18:00: Ich bin überzeugt davon dass dies der einzig gangbare Weg ist damit wir insbesondere in der Wirtschaft wieder die Stabilität reinkriegen, das Vertrauen reinkregen und den Optimismus reinkrigen.

00:18:18: Dass wir gemeinsam an der Zukunft unseres Landes arbeiten können.

00:18:25: Und jetzt kommt ein komischer Teil denn jetzt zitiere ich mich selbst nämlich aus der Saarbrücker Zeitung vom vierten Mai.

00:18:33: zwanzig sechsundzwanzig also.

00:18:36: das Zitat beginnt mit Zukunfts.

00:18:40: Zuversicht entsteht dort, wo Menschen Führung konkret erleben können.

00:18:46: In Deutschland ist der Unternehmer die letzte stabile vertrauenswürdige Institution und damit herzlich willkommen an Bord der Frosina.

00:18:58: sei mit dabei.

00:19:00: komm mit in diesen Raum indem du Gespräche führen kannst für die sonst keinen Platz ist in der Saarbrücker Zeitung lesen willst, melde dich gerne bei mir.

00:19:15: Ich weiß wo es zu finden ist und ich freue mich wenn wir uns an Bord der Frosina sehen!

00:19:23: In diesem Sinne bleibt zuversichtlich.

00:19:28: Das war's für heute Und wenn du jetzt denkst das könnte mein Lieblingspodcast werden dann abonnier ihn einfach Denn Kommunikation ist keine Kühe.

00:19:38: sie isst dein stärkstes Werkzeug.

00:19:41: Bis bald, dein Thorsten.

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