Krise können – Transparenz beruhigt das eigene Gewissen und nicht die Lage (#86)
In der Krise kommt der Reflex fast automatisch: Wir müssen jetzt transparent sein. Alles offenlegen. Alles erklären. Nichts zurückhalten.
Doch genau das kann gefährlich werden.
Denn jede Information, die einmal öffentlich ist, entwickelt ein Eigenleben. Sie wird aus dem Kontext gerissen, bewertet, weitergedreht – und möglicherweise gegen das Unternehmen verwendet. Wer Transparenz mit Kontrolle verwechselt, riskiert deshalb genau das, was in der Krise besonders wichtig ist: die Deutungshoheit.
In dieser Folge von „Krise können“ erklärt Dr. Thorsten Klein, warum totale Transparenz kein Schutzschild ist, weshalb Öffentlichkeit als Verstärker wirkt und warum Krisenkommunikation stattdessen kontrollierte Offenheit braucht.
Die entscheidende Frage lautet...