Wer regiert Deutschland wirklich? Was viele Unternehmer einfach nicht auf dem Schirm haben (#80)
Shownotes
Wer gibt Menschen heute Orientierung? In seiner Keynote auf dem Executive Summit „New Waves Saar“ geht Dr. Thorsten Klein einer unbequemen Frage nach: Hat sich die Macht längst verschoben – weg von Politik und Institutionen, hin zu Unternehmern und Führungskräften? Anhand aktueller Studien, persönlicher Erfahrungen und konkreter Beispiele zeigt er, warum Vertrauen heute vor allem dort entsteht, wo Nähe und Beziehung gelebt werden. Und warum die wichtigste Aufgabe von Führung nicht Perfektion ist, sondern Orientierung. Drei konkrete Impulse für alle, die Verantwortung tragen – und ein Plädoyer für Räume, in denen echte Gespräche möglich werden. Genau dafür steht auch der Impact Leaders Club. Mehr erfahren? https://dr-thorsten-klein.de/impactleadersclub.
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00:00:02: Redest du noch oder wirkst Du schon?
00:00:04: Ich bin Thorsten, Krisenmanager und Kommunikationsexperte.
00:00:08: Herzlich Willkommen zu Kommunikation Macht Einfluss!
00:00:12: Der Podcast für alle die nicht länger drumrum reden möchten.
00:00:17: Deshalb keine Show kein Plabla.
00:00:20: los geht's Gleichgesinnte versammeln damit sie sich mit Themen auseinandersetzen für die im Alltag keinen Platz ist Und um sich bewusst zu werden, welcher Rolle sie als Führungskraft-, als Geschäftsführer-als Vorstand heutzutage in unserer Gesellschaft haben.
00:00:46: Die neue Wirkmacht so lautete meine Keynote ein New Waves Saar vier Punkt Null auf der Frosina.
00:00:56: wir waren einen Tag mit fünfzig Entscheidern und Führungskräfte auf dem Schiff auch um uns darüber einig zu werden, wie Unternehmer die Welt steuern können und warum sie es tun sollten.
00:01:16: Wir senden heute bei Kommunikation Macht Einfluss meiner eigene Keynote nämlich über die neue Wirkmacht von Unternehmerinnen und Unternehmern.
00:01:29: Ich wünsche für die nächsten vierzig Minuten spannende Impulse und neue Erkenntnisse.
00:01:37: Viel Freude dabei!
00:01:41: Ich will an der Stelle weitermachen, insbesondere vor dem Hintergrund.
00:01:46: die meisten von euch wissen das ja.
00:01:48: ich sage es aber nochmal damit man es besser einordnen kann.
00:01:52: Ich habe ja eine Vergangenheit in der politischen Kommunikation und war zehn Jahre in Diensten der Landesregierung sieben Jahre davon als Regierungssprecher im Kabinett von der damaligen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer kurz bevor sie CDU-Chefin in Berlin geworden ist und ich habe mich auch deshalb immer wieder mit Themen auseinandergesetzt, die so ganzheitlich den Blick haben.
00:02:19: Nämlich was passiert im Land?
00:02:21: Was passiert denn der Gesellschaft?
00:02:23: Wie entwickelt sich die Gesellschaft weiter?
00:02:27: Ich hab dann eine Dissertation geschrieben, eine Doktorarbeit zur Algokratie nämlich wie Algorithmen auf die Demokratie wirken.
00:02:36: Mein Doktorvater an der Europäuniversität in Flensburg hat mich dort sehr geprägt und hat mir Ansätze mitgegeben, in der Medien- und Kommunikationswissenschaft die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte.
00:02:49: Nämlich sehr stark aus der Soziologie kommend.
00:02:53: Das ist ein Soziologiprofessor Und das war für mich so ein bisschen der Anstoß noch stärker zu gucken.
00:03:03: wie funktioniert denn die Gesellschaft überhaupt?
00:03:06: Als ich dann in die Selbstständigkeit gewechselt bin, und ich habe jetzt das achte Jahr.
00:03:11: In der Selbständigkeit habe ich in den diversen Unternehmen immer wieder festgestellt wie Führungskräfte, Geschäftsführer, Vorstände... ...in der Tat auf der Suche sind!
00:03:24: Ich weiß noch nicht, wonach sie suchen?
00:03:27: Ich war ja mal zwischenzeitlich Geschäftsführer in einem Kloster Und dort hatte ich mit allen vierzehn Menschen im Einzelgespräch um herauszufinden, warum sind die denn Mönch geworden?
00:03:37: Und sie haben alle immer geantwortet weil ich Gott suche.
00:03:43: Am alle vierzehn unabhängig voneinander gesagt, da dachte ich okay dann muss ja was daran sein also der Berufs ... das Motiv für die Berufswahl Mönchs scheint die Suche nach Gott zu sein Und deswegen habe ich mich in den letzten Jahren intensiver damit auseinandergesetzt, wie denn die Rolle des Unternehmers in der Gesellschaft sich verändert hat.
00:04:05: Für mich war ein Meilenstein in dieser Entwicklung als im März an einem Samstagabend um halb elf mein Handy klingelte.
00:04:19: Es war eine unterdrückte Nummer und normalerweise gehe ich samstags abends um halbe Elf nicht an der Unterdrückten-Nummer dran, also ich saß auf der Couch das weiß ich noch und ich bin dran gegangen.
00:04:28: und da sagte eine Kollegin die ich ewig nicht gesehen hatte, die mal hier im Saarland gearbeitet hat und mittlerweile wieder in Norddeutschland ist es gibt einen deutschen Mittelständler.
00:04:41: der bräuchte dringend Hilfe.
00:04:43: hast du Kapazitäten frei?
00:04:45: Ich würde dich dann gerne weiter empfehlen.
00:04:48: Da habe ich das selbstverständlich, deutscher Mittelständler passt!
00:04:52: So jetzt kommt der Saarländer dann durch und da dachte ich mir im Mittelständler, dass wenn es zweihundertfünfzig Mann sind ist das ja dann viel für uns.
00:05:01: Montags morgens rief Markus Miele an Der Name ist in der Tat Programm.
00:05:06: Zweiundzwanzigtausend Mitarbeiter aus Gütersloh also die Firma Miele Und dort war der Leiter der Unternehmenskommunikation ausgefallen von Corona.
00:05:19: Mein erster Job dort war die Kommunikation, wir schicken jetzt zweiundzwanzigtausend Menschen nach Hause.
00:05:26: Ihr erinnert euch noch an solche Maßnahmen wie Lockdown und in der Situation hatte ich mit Markus Miele das Gespräch welche Rolle er plötzlich in seinem Unternehmen hat.
00:05:44: Meine Empfehlung war er möge bitte ab sofort auch Themen kommunizieren an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht zwingend nur mit dem Fach zu tun haben.
00:06:00: Und so ist in mir drin die Idee gereift, ob wir eine neue Wirkmacht als Unternehmer haben – und ich habe mir die Frage gestellt wie er regiert denn in Deutschland?
00:06:15: Ist es in der Tat der Kanzler?
00:06:18: Ist das der Wirtschaftsminister oder sind's nicht doch andere nämlich die, die greifbarer sind.
00:06:29: Deshalb wage ich die These das der Unternehmer heute mehr Wirkmacht hat als je zuvor und ich füge noch hinzu nur die weißsten wissen es nicht.
00:06:46: Das erlebe ich wenn ich Unternehmen insbesondere in der internen Kommunikation begleite immer wieder dass wir dort Führungskräfte haben die sich ihrer Wirkmacht nicht bewusst sind.
00:07:02: Also, wenn Markus Miele gesagt hätte wir laufen nach links bin ich überzeugt wären von den zweiundzwanzigtausend mindestens zwanzig tausend nach links gerannt.
00:07:10: Hätte der gesagt wir laufen da rechts wäre man nach rechts gerannt.
00:07:14: Ich habe mir deshalb mal angeguckt das liegt ja in den Genen dann des Wissenschaftlers.
00:07:21: was gibt denn die wissenschaftliche Basis her?
00:07:25: und einige von euch wissen dass ich ein großer Verfechter bin des sogenannten Edelmann Trust Barometas.
00:07:33: Das ist wissenschaftlich nicht ganz stark fundiert, sondern es ist eine Erhebung die nicht von einer Hochschule oder Universität gemacht wird.
00:07:44: Sondern von Edelmann.
00:07:45: Edelman isst ne PR-Agentur.
00:07:47: Die ist weltweit aktiv sehr zu den Top Fünf der Welt und die erheben einmal im Jahr das sogenannte Trust Barometer.
00:07:57: Die messen wie die Glaubwürdigkeit wie die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Menschen in folgende Institutionen ist.
00:08:08: NGOs, Medien Regierung Wirtschaft Und seit neuestem auch Arbeitgeber.
00:08:22: Die Ergebnisse verfolge ich seit geraumer Zeit von Jahr zu Jahr und Ich habe mir in Vorbereitung auf heute mal angeguckt Wie sich denn dieses Trustbarometer in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat, also von vor der Pandemie über die Pandemie hin zu heute.
00:08:41: Und ich will eines vorwegnehmen Ich sehe in der Entwicklung dieses Trust-Barometers eine ganz große Machtverschiebung.
00:08:51: Ich mache mal eine kurze und schnelle Zeitreise mit euch und beginnen im Jahr zehnt zwanzig siebzehn.
00:09:00: Im Jahre zehnten war das Vertrauen in der Krise.
00:09:04: es gab global einen großen Vertrauensverlust von Menschen in diese Institutionen und keinen wirklich neuen Anker.
00:09:12: So, man ist umhergeirrt!
00:09:31: auf die Demokratie wirken.
00:09:38: In dem Jahr nämlich haben Menschen zum ersten Mal im großen Stile angefangen, an öffentlichen Informationsquellen zu zweifeln.
00:09:48: Das Jahr zweizigneinzehn ist ein markantes Jahr deshalb weil zum ersten mal das Vertrauen in den Arbeitgeber separat erhoben worden ist und in zweizig neunzehn hat Edelmann das Jahr überschrieben mit Vertrauen am Arbeitsplatz.
00:10:06: Menschen vertrauen Ihrem Arbeitgeber am stärksten mit einem Wert von seventy-fünf Prozent.
00:10:12: Ihr werdet sehen, in den nächsten Jahren steigt dieser Wert.
00:10:15: Nähe schlägt Institutionen.
00:10:19: Zwanzig zwanzig lautet das Motto.
00:10:23: Vertrauen braucht Kompetenz und Werte also Stichwort Unternehmenskultur.
00:10:32: die Voraussetzung dafür sind Kompetent und Ethik vereint.
00:10:36: Das wurde noch mal explizit heraus gearbeitet.
00:10:40: Um es anders zu formulieren, erfolgreiche Unternehmen müssen jetzt auch noch das Richtige tun.
00:11:09: Man könnte auch sagen, das Vertrauen wird lokal.
00:11:22: Das Motto lautet Last One Standing.
00:11:26: Die letzte Institution ist der Arbeitgeber.
00:11:30: Das Vertrauen in den Arbeitgebern steigt weiter und wird als letzter großer Vertrauensanker gesehen.
00:11:38: Das Jahr zwanzig drei und zwanzi steht unter der Überschrift Orientierung in einer polarisierten Welt.
00:11:45: Die Gesellschaft spaltet sich, das Vertrauen sinkt weiter, Polarisierungen zerstört und Nähe schafft Vertrauen!
00:11:54: Das Jahr Zwanzig vierundzwanzig schließt den Kreis zu dem was wir vorhin schon gehört haben nämlich Innovation Führung und Vertrauen.
00:12:04: Menschen vertrauen dem Arbeitgeber am meisten.
00:12:07: Der Wert ist weiter gestiegen auf neun und siebzig Prozent Und dort wird zum ersten Mal erhoben wem.
00:12:14: Beim Arbeitgeber vertrauen Sie denn?
00:12:16: und die Erkenntnis finde ich sehr spannend, sie vertrauen nicht dem Manager des Unternehmens sondern sie vertrauen am meisten aus den Vertrauen auch aber am meisten dem direkten Vorgesetzten derjenige mit dem sie am häufigsten und regelmäßig zu tun haben.
00:12:38: oder anders formuliert Hier geht es so stark wie noch nie in dieser Erhebung um Beziehung.
00:12:46: Im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig erleben wir Vertrauen und die Krise der Unzufriedenheit, die Menschen fühlen sich zurückgelassen und der Arbeitgeber bleibt in den Zustimmungswerten stabil.
00:13:01: Vertrauen entsteht dort wo Menschen gesehen werden weit weg von Berlin noch weiter weg von Brüssel.
00:13:11: Und im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig – das ist die aktuellste Erhebung – leben wir im sogenannten Zeitalter der Verbitterung.
00:13:22: Woran man das festmachen kann?
00:13:25: Das seht ihr, wenn ich euch jetzt die fünf Institutionen in den Ergebnissen präsentieren darf.
00:13:33: auf dem letzten Platz also wie hoch es das Vertrauen, wie hohe es die Glaubwürdigkeit der Institution NGO.
00:13:40: einundvierzig Prozent unterfünfzig Prozent bedeutet Nicht vertrauenswürdig.
00:13:47: NGO, einundvierzig Prozent.
00:13:49: Regierung, zweiundvierzig Prozent.
00:13:52: Medien, sechsundviertzig Prozent.
00:13:55: Wirtschaft, achtenvierzlich Prozent.
00:13:58: Dann kommt lange nichts und an der Spitze steht der Arbeitgeber mit.
00:14:03: was schätzt ihr?
00:14:07: Knapp in die Richtung, knapp in die Richtung, vierundsiebzig Prozent.
00:14:12: Platz eins der Arbeit Geber mit Vierundsipzig vor der Wirtschaft Mit achten vierzig, also alle anderen Unternehmen In der Wirtschaft.
00:14:21: Und was noch gravierender ist, ist die Tatsache in dieser Erhebung.
00:14:25: Deswegen habe ich den Wert auch nochmal extra herausgearbeitet.
00:14:29: Einenundachtzig Prozent der Deutschen misstrauen allen, die eine andere Überzeugung, eine andere Meinung haben als sich selbst.
00:14:39: Das hat zur Konsequenz dass wir Vertrauen viel stärker lokal denken dürfen weil sich Menschen zurückziehen.
00:14:49: also stichwort Individualisierung Menschen ziehen sich zurück in geschützte Räume zur Familie.
00:14:57: Das hat uns David eindrucksvoll beschrieben zu Freunden, zu Kollegen und auch im Unternehmen.
00:15:05: umso relevanter finde ich dass wir uns immer wieder vor Augen führen.
00:15:11: diese Räime die wir heute hier auf dem Schiff haben sind genau dazu gemacht das Zeitalter der Verbitterung einigermaßen gut zu durchstehen.
00:15:23: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass eine große Machtverschiebung stattgefunden hat und das auf den Unternehmer von heute.
00:15:33: Eine viel größere Verantwortung zukommt als das in der Vergangenheit der Fall war.
00:15:40: Die neue Rolle des Chefs ist nicht mehr nur im Arbeitsplatz zu bieten sondern sich auch dessen bewusst zu werden, der bestimmt entscheidend mit ob ich am Abend wenn ich nach Hause komme Am Essenstisch mit meinen Kindern gut gelaunt bin oder nicht.
00:16:01: Arbeitgeber produzieren Vertrauen, ermöglichen Zukunft und wichtig Menschen suchen keine Perfektion sondern Orientierung.
00:16:12: Diese Orientierung dürfen wir in unserer neuen Rolle unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue geben.
00:16:24: Man hat ja bislang gesagt ich habe im Wolfgang oft über solche Themen gesprochen als Personaler.
00:16:30: die Menschen gehen ja nicht des Unternehmens wegen, sondern wegen dem Vorgesetzten.
00:16:35: Ich würde noch ein Stückchen weitergehen mittlerweile und sagen Mitarbeiter verlassen uns insbesondere wegen Hoffnungslosigkeit.
00:16:45: Deswegen wird ich gerne drei Impulse mitgeben um im Alltag diese neue Rolle Die wir haben vor dem Hintergrund der gestiegenen Beziehung Ein stückweit anzupacken.
00:17:04: Bernhard ist ja voller Zitate.
00:17:08: Als Österreicher würde ich bei einem Österreicher bleiben, nämlich Viktor Frankl.
00:17:14: Der gesagt hat, jedes Wie ist ertragbar wenn das Warum groß genug ist?
00:17:23: Bernhard Nickt und Ich finde wir sollten in unseren Unternehmen jede Woche unsere Mitarbeiter mindestens einmal erklären warum wir gerade eine Entscheidung getroffen haben.
00:17:37: Ich erinnere mich noch ganz gut an einen Roundtable den wir mal hatten.
00:17:41: Dort saßen Unternehmer mit dabei aus einem Familienunternehmen, der sagte so sinngemäß ich brauche ja Entscheidungen die ich getroffen habe nicht zu kommunizieren weil ich bin ja der Chef.
00:17:51: Die wissen ja eh wie ich denke kann man so denken.
00:17:59: also erkläre jede Woche bitte einmal das warum wir gerade eine Entscheidung getroffen haben und die Beziehung ist hergestellt.
00:18:09: Zweitens würde mich die Frage interessieren die geht ein Stück weit auch in die Richtung was uns David eben an Input mitgegeben hat.
00:18:21: Mit wem?
00:18:23: Hast du zuletzt gesprochen, ohne etwas Direktes zuwollen?
00:18:33: Wenn ich mich an meine Kindheit oder Jugendzeit erinnere, dann hat es regelmäßig mal an der Tür geklingelt und dann kam ein Kind vorbei und fragte ob wir zusammen spielen.
00:18:43: Dann war eine Intention gehabt aber da gab's keine Verabredung, da gab es keine Agenda.
00:18:49: Wenn ich mir angucke wenn mein Sohn und Mann ist zwölf wie die sich verabreden kommt nicht mehr vor, außer digital.
00:18:59: Stelle ich mir die Frage müssten wir nicht viel häufiger wieder Gespräche führen ohne eine direkte Agenda nach dem Motto Wie geht's dir eigentlich?
00:19:07: Und ich meine es dann ernst und gucke nicht sofort aus Handy da weil ich zum nächsten Termin muss.
00:19:11: Das was ich in der politischen Kommunikation im Grunde genommen bei jedem Termin mitgemacht habe und als ich in meiner Funktion als Vorsitzender der Sportjournalisten im Saarland habe ich abgegeben vor sechs Wochen.
00:19:26: Die Wahl zum Sportler des Jahres im Saarland organisieren durfte hatte ich bei einer solchen Wahl vor mir, neben mir in der ersten Reihe den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes sitzen.
00:19:37: Der hat von den drei Stunden Veranstaltung in der Ersten Reihe geschätzte und gefühlte zwei Stunden forty-fünf am Handy verbracht.
00:19:46: Ich fand das bodenlos war kurz davor ihn zu fragen ob er nicht einfach zurückfliegen will woher kommt.
00:19:55: In politischen Runden ist das mittlerweile leider normal.
00:20:00: Es ist, glaube ich auch ein Stück weit verbunden mit Ich bin wichtig!
00:20:04: Also muss sich ja kontaktiert werden.
00:20:07: und ich verstehe heute mehr denn je meine Chefin als die mal in einem Interview saßen und gefragt worden sind was für sie Luxus?
00:20:13: Und die sagte dann als Antwort eine Tag ohne Termine also zurück.
00:20:19: ich würde gerne den Impuls hinterlassen einfach Mal wieder Gespräche zu führen ohne eine feste Agenda um genau auf das einzuzahlen, was ich vorhin zum Thema Beziehung meinte.
00:20:35: Und das Dritte ist ein Thema bei dem ich weiß dass viele hier im Raum sich regelmäßig damit auseinandersetzen.
00:20:44: deswegen fahre ich das Thema gerne nochmal hoch nämlich der dritte Impulse der von mir heute ausgeht ist sich einmal in der Woche wenigstens zwei Stunden Zeit zu nehmen, um mal an der Zukunft zu arbeiten.
00:20:58: Also am Unternehmen statt im Unternehmen und ich weiß wie schwierig es ist diese zwei Stunden sich freizuschaufeln.
00:21:09: aber ich bin zutiefst davon überzeugt dass diese zwei stunden nachher so ähnlich sind wie das was ich auch im Vorfeld schonmal in dem ein oder anderen Newsletter geschrieben hatte.
00:21:21: manchmal reicht ein Gespräch um zwei Jahre Erfahrung selbst zu sparen und schneller voranzukommen.
00:21:31: Es gibt ja auch den Spruch man möge langsam gehen, wenn es eilig hat.
00:21:36: also die drei Impulse will ich der Runde mitgeben erstens die Frage nach dem Warum zweitens die Gespräche ohne Agenda Und drittens Die zwei Stunden arbeiten an der Zukunft und freue mich auf die Diskussion Vielen Dank.
00:22:07: Die erste Frage eben hatte Bernard, die hat er jetzt auch.
00:22:11: Dankeschön.
00:22:12: Ich habe tatsächlich eine.
00:22:15: diese Frage nach dem Warum.
00:22:17: gerade bei Entscheidungen ist eine Sache, die werde ich auch immer wieder gefragt bist du persönlich wirklich der Meinung dass Menschen immer wissen wollen und müssen warum?
00:22:29: Weil muss ehrlich gestehen, ich kommuniziere meine Warum-Einscheidungen dann wenn das Wissen um das Warum dafür wichtig ist, dass der oder die Betreffende das Ganze ordentlich ausführen können.
00:22:41: Aber wenn ich jetzt in eine Buchhandlung gehe und frage, wo stehen die Reiseführer?
00:22:44: Und die erklärt mal wissen Sie, wir haben da jetzt eine Sitzung gehabt und uns überlegt, will die da als rechts im Eck stehen?
00:22:49: Das ist nicht so gut!
00:22:50: Deswegen haben wir auch mit einer Marktforschung beschlossen, dass die Link stehend.
00:22:53: Da interessiert mich ja dieses Warum gar nicht.
00:22:56: Also bist du der Meinung... Du hast es jetzt nicht gesagt, deswegen frage ich es dich.
00:22:59: Bist du der Meinungen, dass man das Warum immer kommunizieren muss bei einer Entscheidung?
00:23:04: oder was sind die Situationen, in denen du persönlich als Führungskraft das Warum kommunizierst?
00:23:12: Danke Bernhard für die Frage.
00:23:14: Ich gebe das Mikro schon mal weiter.
00:23:17: Der Sandro hat immer Fragen.
00:23:23: Die Frage nach dem Warum würde ich in der Tat gerne als Wissenschaftler beantworten.
00:23:28: mit Kommt drauf an und zwar auf den Mehrwert, den es in diesem Moment braucht dem anderen zu kommunizieren.
00:23:37: Also in der Tat interessiert mich eine Buchhandlung ist relativ wenig warum das jetzt dort steht außer ich frage explizit nach warum es der Fall ist.
00:23:46: aber wenn ich im Krankenhaus anrufe und ich will vor der Operation bei meinen Eltern dem Anästhesisten noch etwas mitteilen, dann muss ich ihm erklären warum ich das will.
00:24:07: Also ich muss der Pflegekraft mitteilten, warum ich jetzt vor der OP mit einem Anäesthesisten reden muss denn nach der OP ist es zu spät.
00:24:16: Wenn ich dort aber nur anrufe Ich würde gerne mit dem Anänsthesiten reden Dann kommt der Anruf möglicherweise erst einen Tag später wenn er überhaupt kommt Und das meine ich mit, wenn es ein Mehrwert bringt.
00:24:27: Also wenn's einen ganz konkreten Mehrwert für das Thema bringt, mit dem wir uns gerade befassen?
00:24:37: Ja, ich hatte tatsächlich auch eine Frage vorhin, nämlich als du neben dem Olympischen hier den Präsidenten von dem Komitee gesessen hast und bemerkt hast dass er zwei Stunden, fünf Minuten nur auf sein Handy startet und kurz davor warst ihm das zu sagen.
00:24:56: warum hast du nicht gemacht?
00:24:57: die Frage ging mir durch den Kopf und was sich aber auch.
00:25:04: das war ja ein Beispiel dafür, dass David gesagt hat er sucht nach Momenten oder will Momente in denen er präsent ist.
00:25:11: Der Mann war überhaupt nicht präsend und deswegen ist die Frage warum kommt der?
00:25:14: und tatsächlich es hat ja auch David für ihn gesagt spürt man das immer mehr und mehr?
00:25:18: Was macht man in so Momenten?
00:25:19: Oder warum hast du dich entschieden nix zu sagen?
00:25:21: Pfeif auf den sozusagen, dann halt eben Pech gehabt!
00:25:24: Oder sollte man ihm vielleicht doch belehren?
00:25:26: in dem Moment Zweite Frage, es müssen was anderes.
00:25:30: Warum ist die Diskrepanz zwischen
00:25:31: Wirtschaft
00:25:32: und dem eigenen Unternehmen so groß?
00:25:34: Also dieses Vertrauen.
00:25:36: Ich fange mit dem zweiten an weil das in der Erhebung in der Tat ein Thema war.
00:25:40: also das geht in diese... also Wirtschaft ist ja grundsätzlich mal alles was so mit Wirtschaftsunternehmen zu tun hat Und dass kann man an der Entwicklung ja ganz gut erkennen warum es dort eine grundsätzliche Diskrepans gibt nämlich je näher Mir etwas ist, umso höher der Vertrauenswert.
00:26:01: Also für mich ist jetzt Apple ganz weit weg und dort würde ich die Glaubwürdigkeit als geringer einstufen weil ich davon ausgehen muss dass alles das was sie mir gerade präsentieren manipulativ ist.
00:26:16: Ich soll es ja kaufen.
00:26:18: Und ich habe auch gelernt Werbung muss man nur für Produkte machen Die ich nicht brauche Sonst bräuchte ich keine Werbung.
00:26:32: Und vor dem Hintergrund ist diese Diskrepanz zu sehen, also warum wurde überhaupt differenziert zwischen Wirtschaft und Arbeitgeber?
00:26:41: Weil es um die Beziehung geht zueinander.
00:26:44: Die ist beim Arbeitgebern natürlich so stark ausgeprägt wie sonst nirgends.
00:26:49: Zum Zweiten.
00:26:51: Warum habe ich den DOSB-Präsidenten in der Tat nicht ermahnt?
00:26:57: im Anführungszeichen?
00:26:59: Weil ich wusste, weshalb er da ist!
00:27:02: weil er meinem Vorgänger einen gefallen tun wollte.
00:27:05: Deshalb war der da und der hat auf der Bühne sich selbst demaskiert, weil er dort einen so grotten schlechten Auftritt hingelegt hatte.
00:27:15: Dort hat man gemerkt dass die Vorbereitung bei wenn man mal positiv formuliert plus null war das jeder im Raum merkte.
00:27:24: ohne ihn wird es auch gehen.
00:27:26: Da dachte ich mir warum soll ich mir jetzt diesen Schuh anziehen und schalt mich nicht?
00:27:34: Also habe ich mein eigenes Ding durchgezogen.
00:27:36: Das war der Grund, also es hätte mir für mich selbst keine Mehrwert gehabt.
00:27:41: Deswegen hab' ich's nicht gemacht.
00:27:43: Hast du Nachfrage vielleicht dazu?
00:27:45: Weil das geht ja genau darum dein eigenes ding oder präsent zu sein und dann auch was zu bewegen.
00:27:49: hast Du aber auch ein Beispiel dafür wo du dann Dann vielleicht diesen Schritt doch gegangen bist Und auch gemerkt ist dass Es das ist was gebracht hat Vielleicht an jemandem darauf aufmerksam zu machen?
00:27:59: uns gibt sie ja diese Empfehlung mit und Ich finde die super eben den Moment in diesem Moment zu sein und voll und ganz da zu sein.
00:28:06: Deswegen bin ich ja auch hier, nicht mit meinen Gedanken woanders.
00:28:09: Dafür habe ich nach Herzeit das zu
00:28:11: verarbeiten.".
00:28:13: Also wir waren gestern Abend ja in einer exklusiven Runde zusammen und es kam jemand an Bord der grinst schon und er sagte Ich hab so viel um die Ohren!
00:28:22: Ich weiß gar nicht ob ich jetzt heute hier sein kann mental Und ich habe gestern amt nachdem ich dann Zuhause war eine WhatsApp-Nachricht bekommen, dort stand einfach nur danke Ausrufezeichen.
00:28:43: Und was ist in der Zwischenzeit passiert?
00:28:45: Naja ich habe ihm gesagt macht er keinen Kopf weil das ist ja dann mein Job ihn dorthin zu bringen.
00:28:51: wir hatten dann auch noch einen wunderbaren Impulsgeber mit am Tisch der uns aus der fernöstlichen Welt jede Menge Anstöße mitgeben konnte inwiefern wir denn jetzt im Hier und Jetzt sein könnten und also an Bord kam war er schon deutlich gelösster als im Telefonat Und am Abend dann völlig entspannt, oder Markus?
00:29:17: Also um die Frage nochmal zu beantworten.
00:29:20: In der Regel gebe ich diese Hinweise schon aber dezent und ich weiß auch in der Tat regelmäßiger mal Führungskräfte-Geschäftsführer Vorstände darauf hin welcher einen Wirk macht.
00:29:30: sie haben und wenn Sie ins Unternehmen kommen und haben heute keinen Bock und verkünden das warum sollte der Arbeitnehmer dann Bock haben?
00:29:41: Mit einem, den ich jetzt spontan im Kopf habe, saß ich drei Stunden beim Frühstück zusammen um ihm genau die Situation zu erklären.
00:29:50: Das passiert dann natürlich hinter den Kulissen ohne Namen zu nennen.
00:29:54: eben das war glaube ich relativ easy.
00:30:00: So du dachst dass Mikro weiter reichen nach rechts.
00:30:07: Ingenieure haben auch Fragen.
00:30:12: Denkst du jetzt an mich?
00:30:14: Ich hab keine Frage aber mir geht was durch den Kopf bei deinem Seit einem Impuls eben, der natürlich super in die Runde passt.
00:30:22: Die Mitarbeiter suchen die Nähe.
00:30:24: Deswegen ist Unternehmertum so wirkmächtig.
00:30:29: Bei mir ist diese Statistik auf ein anderes Echo gestoßen.
00:30:33: Wenn wir in der Gesellschaft nur noch uns mit dem direkten Vorgesetzten beschäftigen und nicht mit all den anderen Dingen betrachte ich das als Bandalisierung, die sehr gefährlich ist.
00:30:46: Inwiefern?
00:30:48: weil sich die Leute nur um sich selbst kümmern und nicht mehr mit dem was da rum passiert.
00:30:54: Spannender ansatz.
00:30:58: ich bin davon überzeugt, dass das auch eine Frage einer Führungskraft ist und will das wie voll ableiten.
00:31:08: an der htv haben wir so netten folien satz der zeigt welche kompetenzen denn ein unternehmer haben sollte.
00:31:18: Eine oder andere unter uns kennt diese Vorgehensweise.
00:31:23: Das sind vier Säulen.
00:31:25: Jede Säule hat null bis hundert Prozent Energielevel, wie viele Kompetenzen... Wie viel Sozialkompetenz?
00:31:36: Also jede Säuble steht für eine Kompetenz.
00:31:37: Wie viel Sozialkompetenz sollte ne Führungskraft mitbringen?
00:31:41: Null bis Hundert.
00:31:44: Die Wissenschaft sagt Achtzig!
00:31:47: Wieviel Fachkompetent solltene Führungskraft mitbringen?
00:31:51: Die Wissenschaft sagt zwanzig.
00:31:55: Wie viel Kommunikationskompetenz sollte eine Führungskraft mitbringen?
00:31:59: Null bis hundert, die Wissenschaft sagt achtzig.
00:32:05: Wie viele Umweltkompetenzen sollte die Führungskraft mitbringen?
00:32:10: und mit Umweltkomvetenz ist gemeint zu verstehen was auf der Welt passiert?
00:32:13: Was womit zusammenhängt?
00:32:15: also wenn der Trump Zölle aufruft.
00:32:18: was bedeutet das konkret für mein Unternehmen?
00:32:21: dort sagt die Wissenschaft zwanzisch.
00:32:26: Demzufolge ist vor diesem Hintergrund für meine Begriffe dein Hinweis zu sehen, nämlich ich habe ja den gesamten Job zu machen und zu erklären warum jetzt gerade was womit zusammenhängt.
00:32:44: Dieser ganzheitliche Ansatz ist für mich die Methode dafür dass wir nicht abdriften nur in das Einzelne sondern Im besten Falle versteht die Führungskraft, was hier gerade auf dem Planeten passiert.
00:32:59: Das ist nicht immer ganz so einfach weil man ist ja im Alltag drin.
00:33:02: Man ist ja gefangen in den berühmten Hamsterrad.
00:33:06: ich weiß dass das ein Begriff ist der bei Bernhard Triggert aber ich will ihn trotzdem nutzen.
00:33:13: also dieses Hamsterrat indem er drinnen ist führt oft dazu dass wir ja gar nicht in der Lage sind nach links nach rechts zu gucken.
00:33:19: Aber das liegt auch an uns und an unserer Art und Weise wie wir dann Unsere Mitarbeiter durch diese Situation bringen, also Orientierungsgeber zu sein und genau gegenzuwirken dass wir nicht weiter in die Individualisierung abdriften.
00:33:37: Denn damit stärken wir nur die Ränder.
00:33:40: das ist nicht nur parteipolitisch gemeint sondern nur die ränder und starke Ränder.
00:33:45: extreme Ränder haben uns in Deutschland noch nie gut getan.
00:33:54: gibt es weitere Gedanken die wir öffentlich teilen wollen?
00:34:01: Ich wollte noch mal auf dieses Warum eingehen, weil ich finde das absolut spannend und notwendig.
00:34:09: Um auch dem gegenüber egal ob es im privaten oder auch im beruflichen Umfeld ist erzeugt dass warum auch trägt dazu bei Verständnis für die Aufgabe zu entwickeln?
00:34:23: Ich habe da auch zwei Beispiele.
00:34:27: dann Mitarbeiter kamen zu mir und hat sich fürchterlich ein bisschen fürchterlich geärgert und hat gesagt, der hat einen anderen Mitarbeiter gesagt er soll die Halle fegen.
00:34:37: Und was war jetzt los?
00:34:39: Ja, der hatte es nicht richtig gemacht.
00:34:41: Dann
00:34:42: habe ich gesagt ja sie haben doch gesagt er solle die Halle fegen und er hat auch gefegt aber nicht so.
00:34:47: dann hab ich gesagt okay wenn Sie wollen dass er in dem sensiblen Bereich als erstes anfängt zu fegen weil dann die Staubentwicklung weniger ist größer ist, dann müssen sie ihm dem sagen warum.
00:35:05: Und das ist so ein bisschen so dass man früher einfach gesagt hat so eine Art Befehl gegeben hat und der ist auszuführen und das funktioniert heute nicht mehr.
00:35:18: Ein anderes Beispiel aus einem privaten Bereich Nicht so schlimm aber es kennt vielleicht jeder ist mir passiert.
00:35:24: wir haben Gäste abends zum Abendessen eingeladen.
00:35:27: ich war noch schnell was einkaufen, meine Frau ruft mich an und sagt bring Tulpen mit.
00:35:34: Und ich gehe ins Edeka und da stehen Tulpen, zwei Euro neun neunzig, das sag' ich super, kaufst du grad mal zwei!
00:35:41: Komm nach Hause, Aufgabe erfüllt.
00:35:43: Abends beim Abendessen merke ich wie meine Frau... ja erkennt man dass da irgendwie so ein bisschen was nicht so rund gelaufen ist habe ich gesagt was los?
00:35:54: Ja die Tulpen passen nicht zur Tischdecke.
00:35:57: Habe ich gesagt, ja aber du hast doch gesagt es soll Tulpen mitbringen.
00:36:00: habe ich gemacht.
00:36:01: Ja aber die Tischdecke ist doch bunt.
00:36:03: also er ist mir gar nicht aufgefallen.
00:36:05: Aber du sitzt doch schon eine Woche da dran.
00:36:10: Deswegen ist das warum manchmal echt hilfreich.
00:36:14: und ich hab gesagt hättest du mir gesagt bring bitte rote Tulpen mitte hätte ich rote tulpen mitgebracht?
00:36:20: Und ich habe meinen Nachbarn gefragt der mit seiner Frau da war habe ich gesagt dreht euch mal gerade weg und guck mal die weiße Wand an.
00:36:27: Und das war so ein klassisches Beispiel.
00:36:29: Ich habe ihn, ich hab beide gefragt, wisst ihr welche Farbe die Tischdecke hat?
00:36:33: Er hat gesagt nein und sie hat gesagt bunt!
00:36:38: Deswegen... ich finde diesen Satz mehr warum zu sagen absolut hilfreich und es führt zu besseren Ergebnissen als man das nicht sagt.
00:36:52: Es gibt natürlich Situationen da hat man keinen Bock zu diskutieren.
00:36:57: Ja, auch klar.
00:36:59: Aber es geht nicht darum jede Anweisung mit warum zu erklären.
00:37:03: aber probiert das es hilft.
00:37:07: Also vielen Dank!
00:37:09: Das kann ich natürlich nur bestätigen wenn es in der Situation einen Mehrwert bringt.
00:37:15: Mir sind doch spontan die vier Ohren einer Nachricht eingefallen Schulz von Thun was ist da gerade passiert zwischen Mann und Frau?
00:37:25: So der Klassiker.
00:37:27: Aber ja in der Tat, wenn das Warum klar ist, ist jedes Wie ertragbar.
00:37:34: Das will ich nochmal besonders herausheben.
00:37:37: also die Kausalität zwischen dem wie und dem warum ist halt so immens groß.
00:37:43: Der Satz lautet Jedes Wie Ist Erdragbar.
00:37:45: Wenn das Warum Groß Genug Ist Wenn Ich Weiß Warum Ich Morgens Aufstehe Stichwort Sinnfrage Was wir heute Morgen schon diskutiert haben dann weiß ich auch, was ich heute zu tun habe.
00:38:02: Ich zitiere jetzt aus dem gestrigen Abend Wenn ich weiß dass eine Maßnahme überlebensnotwendig ist Frage nach dem warum Dann greife ich jedes wie um mein Leben zu retten und klettere die Wand hoch.
00:38:25: Das ist die Kausalität das ist der Zusammenhang zwischen dem Wie und dem Warum.
00:38:30: wenn das Warum groß genug ist Ist es wie ertragbar egal welches wie Bernhard, passend dazu?
00:38:38: Ja schon passend.
00:38:39: Ich würde nur gerne einfach für die Diskussion nach in der Pause etwas zu dem noch sagen was mein Hintermahn gerade gesagt hat.
00:38:47: ich beschäftige mich sehr viel mit Kommunikation und ich beschäftege mich und es habe mich immer interessiert mit Kommunifikationen in Extremsituationen also Piloten, Bundeswehr, Sondereinheiten usw.. Und ich hab da eines festgestellt und das weiß ich jetzt auch vom Bundesheer Da gibt es eine Frage die darf man nie stellen Und es ist die Frage nach dem Warum.
00:39:07: Ich habe mir überlegt, warum nicht?
00:39:09: Aber weil das Problem ist, so wurde mir gesagt und das scheint mir auch sehr logisch.
00:39:13: Es ist eine Cockpit-Kommunikation der sagt Klappenausfahren.
00:39:17: Wenn du die Klappenaus fährst dann würde das diesen und jenen Effekt haben Weil die sagen, es geht hier nicht darum.
00:39:24: Das führt nur dazu dass der andere zu überlegen beginnt und dann vielleicht eine falsche Richtung denkt.
00:39:29: das heißt Kommandos müssen klar sein.
00:39:31: ich stelle es jetzt einfach zur Diskussion.
00:39:32: Ich sage jetzt nicht, dass es meine Meinung ist oder nicht.
00:39:34: meine meinung ist aber dass man also auch Die sache so sehen kann um dass sich also keine Wie soll ich sagen einheitkenne wo kommunikation Überlebens wichtig ist in der fliegerei bei polizeis untereinheiten Bei Feuerwehr wo immer wo man eine Anweisung mit einem Warum begründet.
00:39:52: Also man kann, auch wenn ich durchaus mit meinem Hintermann mitgehe aber man kann auch glaube ich diese andere Sache sehen.
00:39:58: Aber du hast sehr recht!
00:40:00: Also definitiv ja unter Strichen und Ausrufezeichen.
00:40:04: da ich ja in der Tat sehr häufig in Situationen des Krisenmanagements unterwegs bin muss ich dort darauf vertrauen dass der Geschäftsführer mir vertraut, wenn ich sage wir müssen das jetzt so tun weil mein Bauchgefühl mir das so sagt.
00:40:21: Weil wir haben keine Zeit.
00:40:24: Früher hatte ehemaliger Regierungssprecher der Kanzlerin Merkel hat er mir mal gesagt früher hatten wir mal Zeit von Freitag bis Montag nachzudenken wie wir auf ein Thema reagieren.
00:40:35: heute müssen wir innerhalb einer Stunde die Welt gerettet haben.
00:40:39: In Krisensituationen gibt es dafür in der Tat keine Zeit, um das Warum zu diskutieren.
00:40:44: Das ist eine Ausnahme.
00:40:45: zuständig, deswegen spricht man ja auch bei der Krisenkommunikation von der Königsdisziplin in der Kommunikation.
00:40:52: Deswegen würde ich das noch mal ein Stück weit separat sehen.
00:40:55: und alle Sicherheitsbehörden arbeiten ja genauso.
00:40:59: Im Innenministerium funktioniert es so Der Minister macht ne Ansage, der Staatssekretär gibt's an den Abteilungsleiter, der sagt dem Referatsleiter dann wird umgesetzt.
00:41:09: Im Kultusministerium ist es so, da hat vielleicht mal eine Ministerin eine Idee.
00:41:13: Bespricht das mit der Staatssekretärin?
00:41:15: Die diskutieren das aber aus und dann holen sie sich die Abteilungsladung hinzu.
00:41:20: Vielleicht diskutieren die dann auch noch vier Jahre und besprechen es dann mit dem Referatsleiter, der dann aber eine andere Idee hat.
00:41:30: und zur Umsetzung kommen wir nicht weil es geht ja darum dass man unter Pädagogen einfach mal diskutiert haben.
00:41:35: Das ist im Innenministerium sehr viel klarer und strikter geregelt.
00:41:39: um Nummer zwei Extrembeispiele zu beschreiben, die ich selbst erleben durfte.
00:41:45: Daniel!
00:41:47: Du hast gerade von den seventy-vieren Prozent erzählt und ich habe mir die Frage gestellt was
00:41:53: passiert eigentlich
00:41:54: wenn die seventy- vier Prozent unter fünfzig
00:41:57: fallen?
00:41:59: Was ist dann die Konsequenz?
00:42:00: hat man sich da schon Gedanken darum gemacht?
00:42:02: gibt ja auch genug Spekulation?
00:42:04: Und dann die
00:42:05: zweite Frage, die sich dann angeschlossen hat ist
00:42:08: wie holen wir das was wir verloren haben wieder auf?
00:42:12: Ja.
00:42:13: Also auch da aus der Wissenschaft kann es das Mikro gerne weitergeben an Sandro.
00:42:18: Aus der Wissenschaft heraus natürlich gibt's dazu keine Antwort weil Prognosen sind ja bekanntlich schwierig insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen Kann ich aus der Quelle heraus nichts mitbringen.
00:42:30: aber Aber aus dem Menschenverstand heraus, also es liegt an uns.
00:42:36: Wir sind diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ob die seventy-fünf Jahre über die letzten fünf sechs Jahre schwanken.
00:42:45: Ob wir diejenigen sind, die die siebzig Prozent halten damit es erst gar nicht in diese Situation kommt?
00:42:53: Das ist für mich die viel entscheidendere Frage und deswegen nochmal der Hinweis auf diese Nähe.
00:42:58: Also Vertrauen braucht näher.
00:43:01: Menschen vertrauen Menschen Und es geht viel stärker, als je zuvor um diese Beziehungsebene.
00:43:08: Weshalb wir ja auch alle hier sind und es liegt an uns.
00:43:11: also dieser Impuls muss vom heutigen Tage ausgehen das ist mein Ziel.
00:43:18: Ja super Impuls!
00:43:18: Es schließt mich da auch ein Bernhard an da was auch mitzugeben für die Diskussion und was mir der jetzt auch in den Kopf gekommen ist diesen Impuls den du uns mit gibst.
00:43:29: ich glaube Vertrauen ist eines der schönsten Gefühle die es eben gibt und da habe ich darüber nachgedacht haben wir auch mit dir oft immer drüber gesprochen, die wahre Bedeutung oder wie Worte sich zusammensetzen.
00:43:39: Denn wenn das Vertrauen da ist... dann kann man sich vielleicht auch mehr trauen.
00:43:43: Und wir haben es von David auch gehört und so kenne ich das für meinen Geschäftspartner eben auch, wir streiten uns auch aber wir wissen es geht nicht darum am Stuhl zu sehen sondern es geht eben darum das Unternehmen besser zu machen.
00:43:54: und dass es geht nur wenn das Vertrauen da ist, wenn ich weiß der will mir nichts Schlechtes oder er will mir nix wegnehmen, sondern letzten Endes soll die bessere Idee gewinnen.
00:44:03: Ich bin auch noch Trainer in einer Fußballmannschaft.
00:44:11: Warum soll ich das machen?
00:44:13: Aber es ging gar nicht um unsere Anweisung, sondern ich wollte den Kindern beibringen, dass sie miteinander reden und sich vertrauen.
00:44:20: Wenn der Hintermann ruft hey geh nach vorne!
00:44:22: Ich nicht frage warum soll ich dass das Vertrauen da ist, dass er einen besseren Überblick hat und mich dort hinschickt.
00:44:29: Und das schließt vielleicht an den Punkt an in der Bundeswehr nicht zu fragen soll ich jetzt nach links oder rechts fliegen sondern es geht um das große warum?
00:44:37: Das hat diese Mannschaft auch gelernt und da will ich dich nämlich fragen die im Zusammenhang weil du ja auch Sport begeisterst bist und im Sport tätig warst wo siehst du da vielleicht auch noch solche zusammenhängen?
00:44:46: Total spannend!
00:44:48: Ich habe mit Bernhard am Montagabend in sage Münze zu Abend gegessenem Casino Und wir hatten im Grunde genommen nur das eine Thema.
00:44:57: Nämlich, wie kann man das was im Sport basiert in die Wirtschaft übertragen?
00:45:05: Vielleicht eines vorweg kleiner Werbeblock Es gibt einen Podcast.
00:45:10: In diesem Podcast ist ein Interview drin.
00:45:12: Das habe ich geführt mit Sebastian Jakob.
00:45:13: da waren noch Spieler des ersten FC Saarbrücken und Wir haben nur darüber gesprochen Wie Fußballer auf dem Platz Profi Wie Fußballer auf dem Platz miteinander kommunizieren, du hast dort ja keine Zeit zum diskutieren.
00:45:27: Du musst da in der Tat dich darauf verlassen.
00:45:30: Umso wichtiger ist es das Vertrauen vorher aufzubauen!
00:45:33: Im Krisenmanagement nennen wir das In-der-Krise-Köpfe kennen.
00:45:40: In der Krise Köpfe Kennen bedeutet ich weiß vorher über meinen Nebenmann und Kollegen genau wie er tickt was er macht oder braucht.
00:45:51: damit wenn ich keine Zeit mehr habe und schnelle Entscheidungen notwendig sind, ich genau weiß.
00:45:59: Ich kann ihn jetzt anrufen und sagen es wird
00:46:00: gemacht."
00:46:01: Ohne dass er dann noch dreiundzwanzigmal hinterfragt.
00:46:04: ist das jetzt notwendig?
00:46:05: muss das so passieren?
00:46:08: deswegen gilt in der Krisenkommunikation der Satz In-der-Krise-Köpfe kennen.
00:46:13: für meine Begriffe passiert im Mannschaftssport genau das.
00:46:16: deshalb macht man Teambuilding vor der Saison.
00:46:19: also die Abschlussfahrten sind ja ganz nett die Wichtigeren sind aber die Mannschaftsfindungsfahrten vor der Saison.
00:46:27: So, das wäre eigentlich schon eine perfekte Überleitung zu einem Gast den ich gerade schon sehe, aber die Irina hat nur eine Frage und dann machen wir die Überleitung.
00:46:36: Ja, danke sehr!
00:46:38: Ich finde es sehr spannend.
00:46:39: diese Aussage Vertrauen braucht Nähe und dieser Näht ist wäre jetzt das worauf ich meine Frage abzielt.
00:46:47: also wir sind ja ein Unternehmen, wir arbeiten hundertprozent remote.
00:46:52: Wie kriegt man da hin?
00:46:53: Zum einen, dass diese Nähe entsteht und zum anderen ist das überhaupt möglich.
00:46:58: Und ich frage tatsächlich weil ich das so ein bisschen auch reflektiert habe wie es bei mir persönlich ist.
00:47:04: und also klassischer Beispiel aus dem Alltag Ich hab zb zwei Geschäftsführer.
00:47:09: der eine sitzt hier neben mir Der andere ist halt etwas weiter weg Und ob ich will oder nicht, ist es vielleicht auch etwas menschlich.
00:47:18: Der Philipp muss halt öfter dran glauben wenn ich irgendwelche Fragen- oder Austauschbedürfnisse habe als Chris also der andere Geschäftsführer obwohl ich mich beiden wirklich super verstehe und da auch eine gute Beziehung besteht.
00:47:31: Sehr sehr spannend!
00:47:32: Also das Unternehmen arbeitet remote zu hundert Prozent.
00:47:36: Das Team sitzt in Dach verteilt.
00:47:39: Ist gewachsen Philipp innerhalb von drei Jahren von fünfzehn auf fünfzig?
00:47:50: Ich mache jetzt gerade den Werbeblock komplett.
00:47:52: Ist das einzige Unternehmen im Saarland, dass auf der FT- ein Tausend Liste steht?
00:47:57: FT-Ei tausend Financial Times ist die Liste mit den Unternehmen Europas, die am schnellsten wachsen.
00:48:06: EdoBilly hat es zum zweiten Mal in Folge auf die Leste geschafft.
00:48:10: Umso komplexer ist ja dort dieses Thema des Beziehungsmanagements.
00:48:15: Also um die Grundsatzfrage zu beantworten, ist das überhaupt möglich?
00:48:18: Davon bin ich zutiefst überzeugt.
00:48:20: Ja, Ausrufezeichen!
00:48:22: Es gibt ja das berühmte Eisbergmodell – zwanzig Prozent des Eisbergs kann man sehen, achtzig Prozent liegen in der Tiefe.
00:48:30: Das ist nichts anderes als wo findet die Beziehungsarbeit statt also das was unter der Oberfläche liegt und ich weiß ja auch über die Entfernung heraus hinaus, ob ich mit jemandem klar kommen kann oder nicht.
00:48:47: Ich fühle mich ja mit dem verbunden oder nicht.
00:48:50: Das Entscheidende für mich ist aber diese persönliche Nähe regelmäßig herzustellen und sagen wir diese diese nähe auch den Raum zu bauen dass diese näher stattfinden kann weil nur so Davon bin ich tief überzeugt, dass wir damit nur so die Beziehungsebene herstellen können, die man brauchen hat.
00:49:16: Die stabile Basis, damit manches dann von selbst geht und wir nicht immer noch mal erklären müssen wieso weshalb warum also auch remote funktioniert das?
00:49:26: weil es gibt auch da unterschiedliche Ansätze aus der Wissenschaft.
00:49:29: diese achtzig Prozent die unsichtbar sind sind dafür dar, dass Wir Menschen miteinander verbunden sind aufgrund von verschiedenen Erlebnissen, Erfahrungen
00:49:38: usw.,
00:49:39: was uns geprägt hat.
00:49:41: Und man könnte das auch beschreiben als das Band, was die Menschheit verbindet.
00:49:48: und wenn wir wissen dass es etwas gibt, was uns verbindet dann kommt nur noch darauf an wie mehr die Beziehung pflegen.
00:49:54: Das ist für mich die entscheidende Frage.
00:49:56: Aber du sagst trotzdem diese physische Nähe Immer wieder stattfindet.
00:50:01: Also ich habe ja selbst ein Team geführt, also ich hab eben von Miele erzählt Ich darf das Beispiel nennen, ich hatte in der Pandemie vierzehn Mitarbeiter.
00:50:08: die habe ich bis heute nicht live gesehen Stuft ihr nicht?
00:50:12: Also ich musste dieses Team auch führen und das Onboarding ging ganz flott.
00:50:17: Samstagabend der Anruf Montagmorgen erstes Gespräch mit dem Vorstand Dienstags war onboarding Und ich hatte keine Zeit und ich wusste ich muss in den nächsten drei Monaten alles hinkriegen.
00:50:27: Es muss ja alles funktionieren.
00:50:28: Und ja, ich habe mit jedem einzeln gesprochen digital und dann entwickelst du ja schon das Bauchgefühl.
00:50:34: Und dann weißt Du ist deine Beziehung da?
00:50:36: Und davon bin ich tief überzeugt dass es funktioniert.
00:50:41: Danke!
00:50:42: Die Überleitung ist, wenn wir gleich noch eine kurze Pause gemacht haben.
00:50:48: insofern jetzt relativ einfach weil Wir haben gleich eine Sportlerin unter uns.
00:50:55: die hat nämlich in ihrer Sportart auch einen Partner oder eine Partnerin, also je nachdem ob sie Mixed spielt.
00:51:01: Ob sie im Team spielt um Doppel spielt und auch dort sind Entfernungen manchmal ein Thema.
00:51:09: vielleicht ist das schon die Brücke die wir dann bauen können.
00:51:12: Also ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
00:51:13: gleich will aber noch kurz für zehn Minuten die Möglichkeit geben dass wir nochmal sacken lassen Und bin dann der Spielverdörber.
00:51:23: Um zwölf Uhr zwanzig machen wir pünktlich hier weiter Und Isabel, schön dass du schon mal da bist.
00:51:29: Komm gerne!
00:51:30: Also bis gleich.
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